Wie viel Licht brauchen Pilze wirklich?

Wie viel Licht brauchen Pilze wirklich?
Viele glauben, dass Pilze komplette Dunkelheit brauchen. Das stimmt aber nur teilweise. Tatsächlich benötigen die meisten Speisepilze zwar nicht so viel Licht wie Pflanzen, aber ganz ohne Licht beginnen Sie oft nicht mit dem Wachstum und werden blass.

Pilze betreiben keine Photosynthese
Im Gegensatz zu Pflanzen erzeugen Pilze ihre Energie nicht durch Sonnenlicht. Sie beziehen ihre Nährstoffe aus dem Substrat – also zum Beispiel aus Stroh, Holz oder Sägemehl. Licht ist deshalb keine direkte Energiequelle für Pilze.

Das bedeutet aber nicht, dass Licht unwichtig ist.

Warum Licht trotzdem wichtig ist
Licht dient vielen Pilzarten als Orientierungssignal. Es hilft dem Pilz dabei zu erkennen, wann Fruchtkörper gebildet werden sollen und je nach Sorte, wie sich Form und Farbe entwickeln soll.
Besonders am Anfang der Fruchtungsphase spielt Licht eine wichtige Rolle.

Was passiert bei zu wenig Licht?
Bekommen Pilze dauerhaft zu wenig Licht, können folgende Probleme auftreten:

  • Die Pilze fangen nicht zu wachsen an
  • blasse Farbe

Wie viel Licht ist ideal?
Für die meisten Pilzzucht-Sets reicht bereits relativ wenig Tageslicht vollkommen aus.
Ideal ist:

  • Keller mit Fenster
  • Garage
  • Schattiger Platz im Garten

Ein Platz in der Küche oder im Wohnzimmer funktioniert ebenfalls, damit die Pilze nicht austrocknen mussen sie dort aber immer wieder befeutet werden.

Brauchen Pilze künstliches Licht?

Im Hobbybereich meistens nicht.
Wenn der Raum sehr dunkel ist, kann eine einfache LED-Lampe helfen. Spezielle Pflanzenlampen sind normalerweise unnötig. Pilze benötigen deutlich weniger Licht als Pflanzen.
Oft reichen bereits:

  • 8–12 Stunden normales Raumlicht
  • kaltes bis neutrales LED-Licht
  • geringe Lichtintensität

Können Pilze in der Sonne stehen?

Direkte Sonne ist auf Dauer meist problematisch. Über kürzere Zeit hilft die UV-Strahung der Sonne dem Pilz bei der Bildung von Vitamin D.

Das Hauptproblem ist nicht das Licht selbst, sondern:

  • Überhitzung
  • Austrocknung
  • starke Temperaturschwankungen
  • zu starke UV-Strahlung

Unterschied zwischen Pilzarten

Nicht alle Pilze reagieren gleich auf Licht.

Austernpilze
Benötigen relativ viel Licht für schöne Fruchtkörper und kräftige Farben.

Shiitake
Kommen oft auch mit weniger Licht gut zurecht.

Igelstachelbart
Mag eher sanftes indirektes Licht.

Fazit
Pilze brauchen deutlich weniger Licht als Pflanzen – aber komplett dunkel sollte es trotzdem nicht sein.
Für die meisten Speisepilze gilt:

  • hell ja
  • direkte Sonne ein wenig
  • normales Tageslicht reicht meistens völlig aus

Wenn du deine Pilzzucht an einem hellen Ort ohne direkte Sonne platzierst, hast du bereits sehr gute Bedingungen für eine erfolgreiche Ernte.

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